Semmelknödel mit Rahmschwammerln

Zünftig bayerisch, eine gute Bier-Unterlage und trotzdem vegetarisch: klassische Semmelknödel mit Pilzen in einer cremigen Sahnesauce.

Deftiger Klassiker ganz ohne Fleisch: Semmelknödel mit Rahmschwammerln.

Foto: Maria Sprenger

[Anmerkung der Redaktion: Dieses Rezept wurde ursprünglich in der Wiesn-Zeit veröffentlicht.]

Verglichen mit der Frage nach dem passenden Outfit oder dem richtigen Bierzelt mag die Sorge um die leibliche Stärkung vor einem Wiesn-Besuch unwichtig erscheinen. Essen gibt es auf dem Oktoberfest schließlich genug.

Wer jedoch lieber in Ruhe, ohne unfreiwillige Bierdusche oder Ellenbogenrempler zu Hause speist, dem sei der Klassiker Semmelknödel mit Rahmschwammerln beziehungsweise mit Pilzen in einer cremigen Sahnesauce ans Herz gelegt: zünftig bayerisch, eine gute Bier-Unterlage und trotzdem vegetarisch. Natürlich auch außerhalb der Wiesn-Saison.

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Zutaten:

Für 4 Personen
  • 600 g gemischte Pilze (je nach Saison zum Beispiel Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons), geputzt und in mundfertige Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 50 g Butter
  • 2 EL Noilly Prat
  • 1 EL Mehl
  • 250 ml Sahne
  • 3 EL Schmand
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer
  • Semmelknödel:
  • 10 Semmeln, am besten altbackene, Knödelbrot daraus
  • 1 Zwiebel, sehr fein gehackt
  • 30 g Butter
  • 400 ml lauwarme Milch
  • 4 Eier (oder 5 kleinere)
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 5 Thymianzweige, davon die Blättchen
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt

Zubereitung Semmelknödel mit Rahmschwammerln:

1. Für die Knödel das Knödelbrot in eine große Schüssel geben und salzen. Mit der lauwarmen Milch übergießen und eine halbe Stunde ziehen lassen. In dieser Zeit die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin zusammen mit der Petersilie bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Zwiebelmischung zum Knödelbrot geben, Eier unterrühren, Semmelbrösel dazugeben und alles gut verkneten. Teig weitere 20 Minuten ruhen lassen. Er sollte am Ende sehr kompakt sein, nicht zu feucht aber gut durchgezogen.

2. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und einen Probeknödel hineingeben. Hitze sofort reduzieren, das Wasser sollte nur noch sieden. Knödel nun bei halb aufgelegtem Deckel gar ziehen lassen, das dauert etwa 20 Minuten. Gelingt er, die restlichen Knödel ebenfalls auf diese Weise zubereiten.

3. Während diese gar ziehen, 50 Gramm Butter in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Pilze zugeben, unter ständigem Rühren anbraten, salzen und pfeffern, Thymian hinzugeben.

4. Nach ein paar Minuten die Pilze mit dem Noilly Prat ablöschen. Mehl darüber stäuben und Sahne zugießen. Kurz aufkochen und Schmand unterrühren. So lange köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Petersilie untermischen. Abschmecken.

5. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und am besten sofort mit den Rahmschwammerln servieren.

Tipps:

Die Pilze sollten vor dem Kochen mit einer Gemüsebürste gereinigt werden, allerdings nicht unter Wasser, da sie sofort anfangen Flüssigkeit zu ziehen.

Wer keine Lust hat, selbst altbackene Semmeln für den Teig zu zerkleinern, besorgt sich beim Bäcker eine Tüte Knödelbrot. Das bildet die Grundlage für die Knödelmasse.

Quelle: Rezepte von SZ.de, erstmals veröffentlicht am 1. Oktober 2018

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