Fruchtig französisch

Ein besseres Familienessen als Pfannkuchen gibt es wohl kaum. Aber Standard-Pfannkuchen langweilen irgendwann auch. Hier eine tolle Variation: mit Hefeteig und marinierten Heidelbeeren.

Ob süß oder herzhaft, ob gefüllt, bestrichen oder belegt – Pfannkuchen sind schnell zubereitet, und die ganze Familie liebt sie. Angenehm dabei: Sie eignen sich als ganze Mahlzeit oder als Dessert. Gewöhnlich werden Pfannkuchen ganz simpel gemacht und mit Puderzucker oder Marmelade gegessen. Doch es gibt zahlreiche Variationen, mein Teig zum Beispiel ist mit Hefe. Goldbraun in der Pfanne gebacken und serviert mit marinierten Heidelbeeren ist er im Sommer Pflicht, wenn man Lust auf Süßes und Hefe im Kühlschrank hat.

Hefecrêpes mit Heidelbeeren
(6 Personen)

15 g frische Hefe, 230 ml lauwarme Milch, 250 g Mehl, 1 Ei, 20 g weiche Butter, 10 g Salz, 20 g Zucker, 1 cl Rum, Butterschmalz
Füllung 300 g Heidelbeeren, 100 g Cassismark, 100 ml Banyuls (französischer Süßwein), etwas Zitronenzeste, 1/2 Zimtstange, Mark 1/2 Vanilleschote, 10 ml Stärke, Zucker und Zitronensaft nach Geschmack, etwas Cassislikör
Vanillesahne 200 ml Sahne, etwas Zucker, restliches Vanillemark

Meistgelesen diese Woche:

Hefe in Milch auflösen, nach und nach mit allen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren, eine Stunde ruhen lassen. Cassismark mit Banyuls aufkochen, Zitronenzeste, Zimtstange und Vanille zugeben. Mit Stärke binden, mit Zucker und Zitrone abschmecken, Cassislikör zugeben, etwas ziehen lassen, passieren. Beeren darin marinieren. Sahne mit Zucker nicht ganz steif schlagen, restliches Vanillemark zugeben. Etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und 6 bis 7 cm große Crêpes auf beiden Seiten langsam goldgelb backen. Zum Anrichten Crêpes und Heidelbeeren stapeln, mit Vanillesahne garnieren.

ANNA SCHWARZMANN kocht im »Gasthof Widmann« in Überacker bei München und schreibt neben Anna Sgroi, Christian Jürgens und Tim Raue für unser Kochquartett.
Nächste Woche: Eingelegte Bratrenken von Christian Jürgens.

Foodfoto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl; Porträtfoto: Jo Jankowski

Artikel teilen: