Eine Hotelanlage so groß wie Monaco

200 Hektar groß ist das Fürstentum am Mittelmeer – wie das Grundstück des Hotels »Vila Vita Pannonia« im Burgenland in Österreich. Genug Platz zum Schwimmen, Tennisspielen, Reiten also. Nur zum Spazierengehen nehmen Sie besser ein Navi mit.

Weingebiet, Grenzregion und seit dem neuen Buch der österreichischen Schriftstellerin Eva Menasse auch ein Ort der Fiktion: Ihr Roman Dunkelblum spielt im Burgenland.

Fotos: VILA VITA Pannonia

Laci ist Ungar und sehr nett. Er kommt wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen täglich über die nahe Grenze nach Österreich, um im »Hotel Vila Vita Pannonia« im Burgenland zu arbeiten.

Warum so etwas Hotel heißt, wenn die ganze Anlage einem so groß vorkommt wie ein Landkreis inklusive eigenem Badesee, möge mir bitte jemand in einer ruhigen Minute erklären. 200 Hektar, auf denen keine Autos fahren dürfen, darum gibt es für jede Besucherin und jeden Besucher ein eigenes Rad. Der Gast kann im Hotel wohnen, in einem der Bungalow-Dörfer oder gleich in einem der neuen Häuser, Residenzen genannt, direkt am See mit eigenem Badesteg; er kann im See angeln oder auf dem See Stand-up-paddeln, im Pool schwimmen, Bogenschießen, Tennis spielen, den zwei Hektar großen Obstgarten mit Rebstöcken und tausend Obstbäumen erkunden, an denen Äpfel, Kirschen oder Pfirsiche wachsen, seine Kinder in den Kindergarten geben, Esel, Pferde, Enten, Gänse besuchen, die auch alle auf dem Gelände leben, oder im angrenzenden Nationalpark stundenlang joggen – und das ist nur ein Bruchteil des Angebots.

»Neue Gäste brauchen schon so drei Tage, bis sie sich zurecht finden«, sagt Joe Gelbmann, der Direktor. Ich musste bereits nach zwei Tagen wieder abfahren, hatte aber keine Ahnung, in welcher Richtung die Ausfahrt lag. Da kam Laci mit einem Golfwagen angeschnurrt, lud meinen Koffer und mich ein und brachte mich zum Tor.

Hotel Vila Vita Pannonia
Storchengasse 1
7152 Pamhagen, Österreich
Tel. 0043/ 2175/2180-0
DZ ab 140 Euro pro Nacht inkl. Frühstück.