Einfaches Bratkartoffelcurry mit Spinat und Spiegelei

Was ist das passende Gericht für einen Regentag? Unser Kochkolumnist empfiehlt ein einfaches Bratkartoffelcurry mit Spinat und Spiegelei.

Bratkartoffeln nach Philosophenart: Hans Gerlach verrät zwei unkomplizierte Zubereitungsarten für Bratkartoffelcurry.

Foto und Film: Hans Gerlach

Alles fließt und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. Was der Philosoph Heraklit auf das Sein an sich bezog, gilt auch für Kochrezepte. Manche Techniken bleiben zwar immer gleich, so wie meine Methode um allerbeste Bratkartoffeln zu machen, aber viele Rezepte sind bei mir in ständigem Wandel.

Das Bratkartoffelcurry zum Beispiel vereint die Röststoffe der gebratenen Kartoffeln mit würziger Currysauce, Spinat und einem cremig-gemütlichen Spiegelei. Das schmeckt wirklich sehr gut und ist ein tolles Brunch- oder Linner-Gericht für einen verregneten Sonntag, wenn man so ein bisschen ziellos durch den Tag treibt.

Doch noch bevor das Rezeptvideo fertig geschnitten war, habe ich die Currysauce einmal separat gekocht und erst im allerletzten Moment mit den Kartoffeln gemischt – so bleiben die nämlich ein paar Minuten lang knusprig. Das schmeckt noch besser. Leider braucht man dafür einen zusätzlichen Topf auf dem Herd und da stehen ja schon zwei Pfannen sowie ein Topf für den Spinat. Die Frage ist, ob sich der Zusatzaufwand lohnt. Die Antwort hängt vielleicht auch davon ab, wer die ganzen Töpfe am Ende spült.

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Bratkartoffelcurry mit Spinat und Spiegelei

Zutaten:

Für 4 Personen
  • Salz
  • 500 g Blattspinat (oder 400g TK-Blattspinat)
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 5 cm Ingwerwurzel
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1/2 Bund (Thai-)Basilikum
  • 750 Gramm vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 - 3 EL Currypaste (Asienregal oder siehe Tipp)
  • 250 Gramm stückige Tomaten aus der Dose
  • 2 EL Butter
  • 4 Eier

1. Einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Spinat zwei Minuten kochen, abgießen, abschrecken, wieder abgießen und leicht ausdrücken (TK-Spinat einfach auftauen lassen, dann ebenfalls ausdrücken).

2. Knoblauch und Ingwer schälen und fein zerkleinern. Lauchzwiebeln putzen, dabei Wurzeln und welke Blätter entfernen, die Zwiebeln in Ringe schneiden. Basilikum zupfen. Kartoffeln waschen, abtrocknen und knapp 2 Zentimeter groß würfeln.

3. Die Kartoffelwürfel mit dem Öl in einer beschichteten Pfanne mit Deckel bei mittlerer Temperatur 12-15 Minuten goldbraun und weich braten. Den Deckel so auflegen, dass noch ein wenig Dampf entweichen kann, salzen. Immer wieder schwenken oder umrühren. Currypaste, Knoblauch, Ingwer und Lauchzwiebeln zugeben, kurz weiterbraten, dann die Tomaten unterrühren und alles zusammen 5 Minuten fertig garen.

4. In der Zwischenzeit den Spinat mit etwas Butter erhitzen, leicht salzen – wenn gerade noch ein Löffel Creme fraiche im Kühlschrank herumschlumpft: auch mit zum Spinat geben. Die Eier mit etwas Butter als Spiegeleier braten.

5. Bratkartoffelcurry mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf dem Spinat anrichten, jeweils ein Spiegelei auflegen, mit Thaibasilikum bestreuen.

Tipp: Currypaste selber machen

Aus überwiegend heimischen Zutaten können Sie eine wunderbare Currypaste selber machen – ohne Glutamat und andere häßliche Zutaten, die in vielen gekauften Pasten versteckt sind. Dafür 2-4 rote Chilis und 5 milde, rote Peperoni halbieren, dabei Kerne und Stiele entfernen. 3 Knoblauchzehen und 2 Schalotten schälen und fein würfeln. Kräuterblättchen von 4 Minz- und 4 Korianderzweigen abzupfen und hacken. 5 g getrocknete Pilze (ca. 1 EL), 2 EL Koriandersamen und 1 EL Dill- oder Fenchelsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie beginnen zu duften. Pfanne vom Herd nehmen, die vorbereiteten Zutaten untermischen, 2 Minuten ziehen lassen. Die Gewürzmischung abkühlen lassen, dann im Blitzhacker mit 1 TL Salz, 1 EL Zucker und 1 EL Öl cremig pürieren. In ein Glas füllen und im Kühlschrank bis zu 2 Wochen aufbewahren. Die Paste reicht für etwa 12 Portionen.

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