Der Salat in Zeiten der Plätzchen

Unser Koch läutet die Weihnachtszeit ein und beginnt mit dem ersten seiner vier Adventsrezepte: einem Feldsalat mit knusprigen, kleinen Birnen-Bratkartoffeln.

Foto und Video: Hans Gerlach

Ab heute stelle ich Ihnen in vier Folgen mein neues Probier-doch-mal-Weihnachtsmenü vor. Es sind zwei ganz einfache und zwei etwas aufwändigere Rezepte, alles lässt sich gut vorbereiten, Gemüse spielt eine wichtige Rolle und eine typisch bayerische Frucht kommt mit ins Dessert – aber ein ziemlich raffiniertes Rezept mit Huhn kommt auch vor. Meine Mutter, die sich im Alltag sonst so gut wie nie Fleisch zubereitet, wäre sonst ein bisschen enttäuscht. Und ich freue mich auch auf das Huhn.

Den Anfang macht ein Feldsalat mit ganz kleinen Knusper-Kartoffeln, der ist wirklich sehr einfach. Der Feldsalat schmeckt natürlich auch schon vor Weihnachten, die beste Zeit für Feldsalat hat schon angefangen, 15 Grad unter dem Gefrierpunkt hält er locker aus. Neben seinem angenehm nussigen Geschmack ist Feldsalat sehr gesund: Er enthält ähnlich viel Vitamin C, Betacarotin, Eisen, Mineralstoffe und andere sekundäre Pflanzenstoffe wie manche Heilkräuter. Nur, dass man sehr viel mehr Feldsalat auf einmal essen kann als zum Beispiel Salbei, Minze oder Eisenkraut. Eigentlich ist er also noch viel gesünder – das gleicht vielleicht das eine oder andere Plätzchen wieder aus.

Für alle, die ein Festtagsmenü lieber frei kombinieren wollen, stehen unter dem Feldsalat-Rezept einige Vorschläge mit festtagstauglichen Probier-doch-mal-Rezepten aus den vergangenen Monaten.

Feldsalat mit knusprigen, kleinen Birnen-Brat-Kartoffeln

Für 4 Personen

  • 125 g schöner, kleiner Feldsalat
  • 1 EL Weißweinessig oder Champagneressig
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 TL Haselnussmus
  • 1 EL Nussöl oder Rapsöl
  • 100 g Schmand
  • 1 Bio-Birne
  • 400 g Kartoffeln
  • je 2 EL Butter und Rapsöl
  • 2 EL geröstete Haselnüsse
  • 1 TL Garam Masala oder ein anderes Lieblingscurry

Feldsalat waschen und trockenschleudern. Essig mit Salz und Pfeffer würzen, Haselnussmus und Rapsöl unterrühren. Schmand mit Salz und Pfeffer würzen und cremig rühren. Birne waschen und klein würfeln, mit ein paar Tropfen Weißweinessig beträufeln. Kartoffeln ebenfalls waschen und mit Schalen etwa 5 mm groß würfeln.

Kartoffeln mit Butter und Öl bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne knusprig braten, dabei einen Deckel so auflegen, dass er nicht ganz schliesst, so können die Kartoffeln zwar im eigenen Dampf gleichmäßig garen, aber trotzdem mehr braten als dünsten. Immer wieder schwenken. Wer die Kartoffelwürfel schon nachmittags vorbereiten will – die Schnippelei dauert schon ein paar Minuten – kann sie ungefähr halb fertig braten, das dauert etwa 6 Minuten. Dann abkühlen und abends nur noch knusprig braun fertig braten. Zum Schluss mit Garam Masala würzen und Birnen und die gerösteten Haselnüsse unterschwenken.

Feldsalat mit der Nussvinaigrette marinieren, mit einem Klecks Schmand anrichten und mit den knusprigen Kartoffeln bestreuen.

Rezepte, die sich gut für festliche Wintermenüs eignen:

Linsensprossen sind immer gut mit Ziegenkäse und Staudensellerie wäre das eine schöne Vorsspeise – die Brombeeren am besten durch einen fein geschnittenen Apfel oder Birne ersetzen.

Walnusssuppe mit Gemüsechips und Preiselbeeren – lässt sich gut vorbereiten und schmeckt sehr fein.

Udonnudeln mit Weißen Trüffeln – sind eigentlich sehr festlich, aber oft ist die Saison an Weihnachten schon vorbei – vielleicht besser für ein Adventsessen bis Mitte Dezember.

Im ganzen frittierter Fisch – nichts für Anfänger, aber mit Wow-Faktor.

Gratinierter Fenchel und Orangen  – ein schöner Gemüsegang, ginge auch gut als Hauptgang

Fingerfood zu Weihnachten – die lässige Variante – nud die Tortillapresse macht sich auch gut auf dem Gabentisch.

Quittentarte um Weihnachten gibt es auf jeden Fall noch sehr gute Quitten – die Tarte wäre eine gut Dessert-Option.

Die feinste Zitronencreme (ohne Ei und ohne Gelatine) – passt perfekt, sehr erfrischend und Zitronen haben ja eigentlich eher im Winter als im Sommer Saison. Die Kirschen einfach weglassen oder durch Blutorangenfiltes ersetzen.

Pasta alle Mandorle sind so saftig, die könnten sogar ein Dessert ersetzen.

Pastinaken-Crème mit Haselnusscrunch – sehr fein, perfekt mit einem schönen Blutorangensorbet oder Orangensorbet oder Mandarinensorbet – so, wie es im Rezepttipp steht.

Und das war das Probier-doch-mal Weihnachtsmenü 2018:

Echtes Ingwerbier. Der Erste Teil des Probier-doch-mal Menüs im vergangenen Jahr und ein absolutes Lieblingsrezept – Vorsicht, das braucht Vorlauf, so schnell wie möglich ansetzen.
Die anderen drei Gänge des Weihnachtsmenüs waren: Origami-Zander, Polenta Bramata mit Zitronen-Fenchel-Salsa mit oder ohne ein Stück Rehrückenfilet und Canelés de Bordeaux kleine knusprige und gleichzeitig sehr saftige Küchlein.